Ostafrika





März 2012

 
Eine weitere Lieferung von lebensrettenden Nahrungsmitteln, auf die hungernde Kinder und Familien angewiesen sind, wird in Kürze von Mary’s Meals nach Somalia gebracht. Die nächste Teillieferung durch Mary’s Meals, in Kooperation mit der afrikanischen Hilfsorganisation “Gift of the Givers”, ist für 40.000 hungernde Menschen bestimmt.
 
480 Tonnen des nahrhaften Likuni Phala-Breies, den Mary’s Meals auch bei den Schul-Ernährungsprogrammen in Malawi einsetzt, werden nach Mogadishu geliefert. Zehntausende Menschen haben sich auf der Suche nach Nahrungsmitteln in Somalia’s Hauptstadt geflüchtet.
 
Eine weitere Lebensmittellieferung ist für 29. März 2012 von Durban – Südafrika – nach Mogadishu geplant. Damit sind es bis jetzt beinahe 700 Tonnen Lebensmittel – 6,8 Millionen Mahlzeiten, die von Mary’s Meals zur Verfügung gestellt werden.
 
Wir arbeiten seit September 2011 mit “Gift of the Givers” zusammen, um lebensrettende Mahlzeiten für die von der Hungersnot bedrohten Menschen in Somalia zur Verfügung zu stellen. Wie seit Beginn geplant wird Mary’s Meals diese Hilfslieferungen Mitte 2012 auslaufen lassen – dann sollte die schwerste Krise überwunden sein. Wir werden den Spendenaufruf für Somalia Ende Mai beenden.
 
Magnus MacFarlane-Barrow, Gründer von Mary’s Meals, sagte: “Wir sind wirklich dankbar, dass es uns möglich war, während der akuten Krise den hungernden Menschen helfen zu können – dank der phantastischen Unterstützung und Großzügigkeit unserer Freunde. Jetzt können wir unsere Arbeit wieder auf die ärmsten Menschen der Welt konzentrieren denen es nicht möglich ist, ihre Kinder zu ernähren. Wir stellen täglich Schulmahlzeiten für diese Kinder in Ländern wie Haiti, Liberia, Kenia und Indien zur Verfügung, wo die Kinder der Armen die Schule nicht besuchen können, weil sie auf den Feldern mitarbeiten, an Straßenecken betteln und auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen müssen.”
 
Magnus MacFarlane-Barrow
 

Hungerkatastrophe mit ungeahntem Ausmaß -
Mary’s Meals hilft tausenden Kindern in Ostafrika

 
Nach zwei ausgebliebenen Regenzeiten sind rund zehn Millionen Menschen in Ostafrika vom Hunger bedroht. Betroffen sind die Länder Somalia, Dschibuti, Uganda und Kenia. Allein im Norden Kenias rund um den Turkana-See leiden zweieinhalb Millionen Menschen an Unterernährung. Mehr als ein Drittel der Kinder in dieser Region leiden an gravierendem Untergewicht, ein Indikator für den Ernst der Situation.
 
Die Menschen am Turkana-See haben schon viele Dürren erlebt und überlebt. Doch diese, so sagen sie übereinstimmend, ist die schwerste. Schon in normalen Zeiten ist das Leben ein Kampf für das kleine Volk der Turkana. Ihre Herden sind ihr einziger Reichtum. Gewöhnlich tauschen sie die Tiere gegen Hirse und Mais ein. Doch inzwischen sind viele Tiere tot. Keine Milch mehr, kein Tauschmittel.
 
In dieser ärmsten Gegend versorgt Mary’s Meals im Süden des Sudan, in Uganda und Kenia seit einigen Jahren tausende Kinder mit täglichem Essen. Seit Beginn der Dürrekatastrophe werden zusätzlich 6000 Kinder im Norden Kenias täglich von Mary’s Meals versorgt. Ab Anfang August sollen auch Kleinkinder, die vom Hunger am meisten betroffen sind, mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln erreicht werden. Das Programm sieht vor, dass in Kürze 24.000 Kinder in Kenia von Mary’s Meals täglich versorgt werden.
 
Magnus MacFarlane-Barrow begründet die Initiative mit den Worten: „Die Situation in Turkana wird durch den ausbleibenden Regen und die Wasser- und Nahrungsmittelknappheit zunehmend verzweifelter. Das, was bereits eine Krise war, wurde zum Notfall, sodass wir uns, als unsere Partner in Kenia uns um Hilfe für die hungernden Kinder baten, verpflichtet sahen, dieser Bitte Folge zu leisten. Wir erwägen gerade, wie wir auf künftige dringende Bitten unserer Freunde und Partner in Nordkenia antworten können.“
 
Mary’s Meals bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Magnus hat selbst gesehen, dass chronischer Hunger eine der Hauptursachen ist, warum Kinder nicht zur Schule gehen: „Wo immer es möglich ist, bietet Mary’s Meals das Essen in der Schule an, denn Bildung vermittelt Kindern die notwendige Fähigkeit, der Armut zu entkommen.“, so die Überzeugung von Magnus.
 
Christian Stelzer, Juli 2011
 

Freunde von Mary’s Meals in Österreich helfen Hungernden in Ostafrika

 
Die Freunde von Mary’s Meals in Österreich reagierten in beeindruckender Weise auf unseren Aufruf um Hilfe für Ostafrika und ermöglichen es Mary’s Meals, 47.000 unterernährten, landesintern vertriebenen Menschen in 11 Lagern in Mogadischu tägliche Mahlzeiten zur Verfügung stellen. Durch diese Spenden können in Somalia drei Millionen Mahlzeiten bereit gestellt werden.
 
Dass Mary’s Meals überhaupt nach Somalia hinein durften, ermöglichte die Organisation “Gift of the Givers” (“Geschenk der Geber”), die größte Katastrophenhilfe-Organisation afrikanischer Herkunft in Afrika und die einzige Nichtregierungsorganisation in Mogadischu, die gekochte Mahlzeiten verteilt.
 
Bis jetzt konnte Mary’s Meals „Gift of the Givers“ mit 206 Tonnen Likuni Phala unterstützen, mit diesem nahrhaften, auf Maisbasis hergestellten und mit Stärke versetzten Brei, der in Malawi erzeugt wird und dort die Kinder ernährt, die an den Schulmahlzeit-Programmen teilnehmen.
 
Die Kosten einer Mahlzeit betragen nur 3,4 Eurocent. Mary’s Meals wird zumindest bis Mai eine kontinuierliche Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleisten; ab diesem Zeitpunkt wird es voraussichtlich zu einer Entschärfung der Krise kommen.

 

November 2011

 
Als Selena‘s Haus durch ein Feuer zerstört wurde, kämpfte sie hart – ohne Ehemann – ihre acht Kinder zu versorgen. Nun lebt sie in einer 1-Zimmer Schlammhütte. Und oft ist ganz wenig Brei das einzige, womit sie ihre Familie ernähren kann. Wie tausende andere Familien, die von der Ost-Afrika-Nahrungskrise betroffen sind, ist sie von Mary‘s Meals abhängig. Trotz ihrer enormen täglichen Bemühungen ihre Familie zu ernähren nimmt sich Selena Zeit, im Schulausschuss mitzuarbeiten: „Ich habe beschlossen mitzuarbeiten, nachdem ich gesehen habe, was in und um die Schule vorgeht. Die Schule ist wirklich wichtig für diese Gemeinschaft“, erklärt sie.
 
Durch eine lebensrettende tägliche Mahlzeit in 23 Vorschulen rund um Lodwar – einem abgelegenen Teil im Norden von Kenia, geben wir Menschen wie Selena die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Seit der anhaltenden Dürre im vergangenen Sommer sind unsere Schulen übervoll mit Kindern, da ihre Eltern in die Dörfer strömen, um Mary‘s Meals zu bekommen. Duncan Thumbi, Oberlehrer einer Schule in Eldoret, erzählt, dass sich die Anzahl der Schüler um bis zu 100 erhöht hat, seit es Mary‘s Meals gibt. Vorher sind die Schüler wegen Hunger ständig ohnmächtig geworden und die meisten haben zu Mittag die Schule verlassen, um nach Essen zu suchen – trotz des Risikos, entführt oder vergewaltigt zu werden. „Nun kommen sie zur Schule, essen und bleiben den ganzen Tag. Sie lernen so viel mehr, sind sicher und glücklich“, berichtet Herr Thumbi.
 
Für viele Kinder ist die tägliche Mahlzeit aus Bohnen und Maisbrei das einzige Essen, das ihre Mägen bis zum nächsten Tag füllt. Die Existenz und Lebensweise dieser Kinder von viehzüchtenden Nomaden wird durch die klimatischen Veränderungen zerstört. Selena‘s 6 Jahre alte Tochter Akuru erzählt uns, wie gerne sie zur Schule geht und dass sie Krankenschwester werden möchte. „Das Essen von Mary‘s Meals ist köstlich und gibt mir Energie.“ Selena hofft, dass ihre Kinder einen Beruf erlernen können: „Wir glauben, Ausbildung wird unseren Kindern helfen. Wir sind glücklich über Mary‘s Meals. Es gibt den Kindern die Möglichkeit, zu wachsen und zu lernen.“
 
Im benachbarten Somalia bemühen wir uns, in den nächsten Monaten 30.000 hungernde Menschen am Leben erhalten, indem wir so viele Nahrungsmittel aus Malawi bringen, wie uns ihre Spenden ermöglichen. Eine Tonne Likuni Phala kostet 443 Euro und reicht für 13.000 Mahlzeiten.
 
Ein von Herzen kommendes DANKE an alle, die Mary‘s Meals helfen, viele Menschenleben in dieser Welt zu verändern. Und besonders vordringlich – in vielen Teilen von Afrika – Kinder am Leben zu erhalten.

Magnus MacFarlane-Barrow


Hilfslieferung von Mary’s Meals nach Somalia

 

Am 7. September reiste Magnus MacFarlane-Barrow, der Gründer von Mary’s Meals, mit 20 Tonnen dringend benötigter Lebensmittel nach Mogadishu. 3,7 Millionen Menschen, beinahe die Hälfte der Bewohner Somalias, leiden an Hunger, ausgelöst durch die anhaltende Dürre.
 
Dieser Lieferung werden in Kürze weitere folgen. Die vorgesehenen 100 Tonnen Lebensmittel garantieren 900.000 Mahlzeiten für die Not leidende Bevölkerung. Die Initiative leitet Mary’s Meals gemeinsam mit Gift of the Givers, der größten Hilfsorganisation Afrikas.
 
“Es ist unvorstellbar, was wir in den Hilfszentren sahen – es ist ein ungeheuerliches Ausmaß menschlicher Tragödie. Wie viele andere waren wir zu Beginn schockiert, als wir die Bilder von hungernden Kindern in Somalia sahen. Anfangs sahen wir keine Möglichkeit, hier effektiv zu helfen und konzentrierten uns auf den Norden von Kenya, wo wir schon seit vielen Jahren arbeiten”, sagte Magnus.
 
“Als aber unsere Partner in Mogadishu Fuß fassten und es ihnen gelang, Essen zu den Menschen zu bringen, die am meisten Not litten, begannen wir, von Malawi aus Lebensmittel nach Somalia zu bringen. Wir freuen uns sehr, dass wir Ihre großzügigen Spenden hier für die Ärmsten der Armen einsetzen können, um Leben zu retten.”
 
„Bis vor kurzem war es aus Sicherheitsgründen sehr schwierig, nach Somalia einzureisen. Gift of the Givers hat es aber geschafft, sichere Ein- und Ausreise zu bekommen.“, so Magnus. „Wir vertrauen unseren Partnern, mit denen wir seit vielen Jahren in Malawi arbeiten, wo Mary’s Meals zur Zeit über 479.000 Mahlzeiten täglich für Schulkinder bereitstellt. In Somalia wird – wie auch in Malawi – der nahrhafte Maisbrei Likuni Phala an die hungernden Menschen und Schulkinder verteilt. Der Mais wird in Malawi eingekauft und somit die heimische Wirtschaft unterstützt.”
 
Die geplanten 100 Tonnen Lebensmittel werden per Schiff nach Somalia gebracht. Diese Hilfslieferungen, mit denen die Not der leidenden Bevölkerung Ostafrikas gelindert werden kann, ist zu einem wichtigen Projekt von Mary’s Meals geworden. Derzeit betreut Mary’s Meals im Norden von Kenya bereits 24.000 Kinder durch tägliche Mahlzeiten.

 

 

900.000 Mahlzeiten für Kinder und Familien in Somalia

Eine Mahlzeit um 5 Cent
 
In Zusammenarbeit mit der großen Afrikanischen Hilfsorganisation „Gift of the Givers“ lieferte Mary‘s Meals 100 Tonnen Lebensmittel in die somalische Hauptstadt Mogadischu, in die zehntausende Menschen auf der Suche nach Nahrung geflüchtet sind.Damit können 900.000 Mahlzeiten für Kinder und Familien, die von der Hungersnot betroffen sind, bereitet werden.
 
Mary‘s Meals bittet um Spenden, damit noch mehr Lebensmittel gekauft und nach Ostafrika gebracht werden können.

Um nur 5 Cent kann Mary‘s Meals bereits eine Mahlzeit im Hungergebiet bereit stellen!!
 
Die Hungerkrise am Horn von Afrika 2011 bedroht derzeit 11,5 Millionen Menschen in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti.
 
Laut UN-Kinderhilfswerk UNICEF sind über zwei Millionen Kinder in der Region unterernährt, 500.000 davon „in lebensgefährlichem Zustand“. Gegenüber dem Jahr 2009 handelt es sich um eine Steigerung von 50 Prozent. Die Vereinten Nationen sprechen von einer „der schlimmsten Dürren seit 60 Jahren“. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres bezeichnete im Juli 2011 die Situation am Horn von Afrika als „schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt“.